Folgt man dem Vorschlag des AStA der Uni Hohenheim über die Verwendung von Studiengebühren, so wird Hohenheim langfristig zur BWL-Uni. Die Fakultäten der Agrar- und Naturwissenschaften sollen nämlich nur nach dem Äquivalenzprinzip berücksichtigt werden. Dieses bedeutet, dass die Studiengebühren anteilmäßig den Fakultäten zufließen, in denen die meisten Studierenden lernen.
Das aber ein Agrarbiologie-Studium (Instrumente, Labore) zwangläufig mehr kostet, wie ein Wiwi-Studium (ein großer und mit Wiwis vollgepackter Hörsaal plus ein Professor) ist dem AStA irgendwie entfallen. "Der Vorschlag überrascht deshalb, weil drei der vier Studierendenvertreter Agrarbiologen sind und diese ja gegen ihre eigene Fakultät und damit Ausbildung schießen!" wundert sich Daniel Campolieti.
Anders sehen es die Wiwi-VertreterInnen im Arbeitskreis Bildung Hohenheim. "Unsere Wiwis finden es wichtig, dass das Studienangebot vielfältig sein muss. Wir sind ganz klar gegen solch ein Äquivalenzprinzip!", so Katherina Brengartner, die Wirtschaftspädagogik studiert. „Hier tritt nun das Szenario ein, welches Frankenberg und Co immer schön geredet haben. Die Orchideenfächer sterben langfristig aus. Das Studium wird zur reinen Rendite. Und der Bildungswettbewerb "tut" sein Rest dafür, dass es bald kein vielfältiges Studienangebot mehr geben wird." Die Folge ist, dass Hohenheim wohl langfristig zur BWL-Uni werden könnte.
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Hier der Artikel der Stuttgarter Zeitung vom 6. April zum download
Donnerstag, April 06, 2006
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